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Wissenswertes » Effiziente Wareneingangsprozesse durch die Nutzung von GTLs

Global Transport Label (GLT) sorgen für effiziente Wareneingangsprozesse

Die Richtlinien des VDA (Verband der Automobilindustrie) ermöglichen eine eindeutige und kontinuierliche Erfassung und Verfolgung der Packstücke in den Systemen aller Beteiligten innerhalb der Lieferkette.

Die in dem Leitfaden des Verbands der Automobilindustrie (VDA) beschriebenen Warenanhänger bzw. Label (VDA 4994) sind zur Kennzeichnung von Versandeinheiten und Einzelverpackungen in den Lieferprozessen der Automobilindustrie konzipiert. Die aktuellsten Logistikkonzepte werden dabei optimal berücksichtigt. Die Richtlinien basieren auf der Grundlage des Global Transport Label (GTL V3.0), welches zusammen von Odette, AIAG und JAMA/JAPIA angefertigt wurde. Es kann sowohl in nationalen als auch in internationalen Transportprozessen angewendet werden.

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Effiziente Wareneingangsprozesse durch die Nutzung von Global Transport Label

Aufgabe der GTLs ist in erster Linie eine weltweit eindeutige Packstückidentifizierung im unternehmensinternen Materialfluss sowie auf dem Transportweg zwischen Warenversender (Zulieferer), Spediteur und Warenempfänger (Kunde) sicher zu stellen. Zusätzlich enthält das Globel Transport Label Informationen zum Inhalt der Warenlieferung, welche in 1D- und 2D-Barcodes dargestellt werden.

Durch Verwendung von maschinenlesbaren Codes können die Daten bequem und schnell mit einem Barcodescanner ausgelesen werden und begünstigen dadurch den kompletten Prozessablauf.

Abhängig von der Verpackungsebene erfüllt das Label verschiedene Steuerungsfunktionen:

Transportverpackung/Ladeeinheit:

Hier ist die äußere Verpackung gemeint, die vorwiegend aus einem Gebinde von Palette, KLT und Packhilfsmitteln (Deckel etc.) oder Großladungsträger besteht. Das Be- und Entladen der sogenannten Ladeeinheiten erfolgt meistens einzeln. Das Label dient hier zur eindeutigen Identifizierung des Packstücks und liefert darüber hinaus wichtige Materialangaben für die Logistik. Dabei liegt der Schwerpunkt der Anwendung beim Versand und beinhaltet die gesamte, teilweise auch mehrstufige Transportkette vom Lieferanten bis zum Werk sowie der Wareneingang beim Empfänger und das innerbetriebliche Handling bis zur Einlagerung der Ladeeinheit beim Kunden. Davon ausgeschlossen sind Vorgänge, bei denen die Ladeeinheit vereinzelt wird oder es sich um eine vereinfachte Ladeeinheit handelt.

Produktverpackung/Innere Verpackung:

Das Label ist für die Erkennung des Packstücks bzw. der Materialkennzeichnung zuständig und enthält zusätzliche Logistikangaben. Anwendung findet das Label hauptsächlich beim innerbetrieblichen Handling des einzelnen Packstücks beim Lieferanten und beim Kunden bis zur Verbrauchsstelle.

Eine Kombination findet bei vereinfachten (einstufigen) Ladeeinheiten statt. Hier ist die äußere Verpackung/Ladeeinheit zugleich die innere Verpackung.

Größe der Warenanhänger/Labels:

Die Labels gibt es in verschiedenen Größen, da je nach Verpackungsgröße und des jeweiligen Einsatzortes die einzelnen Maße variieren.

  • DIN A5 210 mm x 148 mm
  • Im nordamerikanischen kann auch das an DIN A5 angelehnte Format Half-Letter mit den Maßen 215,9 mm x 139,7 mm Verwendung finden.
  • DIN A6 (148 mm x 105 mm) bzw. US 6 x 4 Zoll (152,4mm x 101,6 mm)
  • KLT1: Label für Kleinladungsträger (KLT) 210 mm x 74 mm
  • KLT2: Label für flache Packstücke 210 mm x 42 mm

Material Anforderungen an die Warenanhänger/Label:

Einsteckbeleg: mindestens 120 g/m²
Aufkleber: mindestens 80 g/m²
Kombibeleg: ca. 130-170 g/m²
Trägermaterial: ca. 50-90 g/m²
Belegmaterial: ca. 80 g/m²
Papier: weiß, maschinenglatt, feuchtigkeitsresistent
Kleber: fest haftend, feuchtigkeitsresistent, leicht zu entfernen
  • Auf Wunsch des Kunden können zur zusätzlichen Sicherheit, die Einstecklabel, mit Klebepunkten versehen, oder eine höhere Grammatur eingesetzt werden.
  • Da Label/Warenanhänger generell rückstandslos von wiederverwendbaren Behältern entfernt werden müssen, ist eine entsprechende Beschaffenheit zwingend nötig.
  • An Behältern ohne Einsteckfächer kann der Einsatz von Label nur dann erfolgen, wenn entsprechende Klebeverbindungen, wie beispielsweise Klebeetiketten oder Klebepunkte, Verwendung finden.
  • Bei Warensendungen, die von bzw. nach oder innerhalb Nordamerika versendet werden, kann als alternative Größe das Format Half-Letter oder 6 x 4 Zoll genutzt werden, jedoch, nur sofern der Empfänger dies erlaubt.
  • Prinzipiell sollte das Label an zwei Seiten und horizontal angebracht werden, damit die Voraussetzung für eine einwandfreie maschinelle Lesbarkeit gegeben ist.
  • Die Entfernung von alten, und daher von ungültigen Warenanhängern/Labeln, muss unbedingt vor dem Versand der leeren Behälter stattfinden.

Beschriftung von Ladeeinheiten

Das Format DIN A5 quer wird grundsätzlich an Ladeeinheiten verwendet. Sofern die Vorrichtung dafür vorhanden ist, kann es als Einsteckbeleg genutzt werden, ansonsten als klebendes Etikett. Je nach Ausführung sind jedoch folgende Richtlinien zu beachten:

Label an Ladeeinheiten (Hauptlabel):

  • Masterlabel einer einheitlichen Ladeeinheit:
    Inhalt der Ladeeinheit sind Teile mit derselben Sachnummer. Diese sind in inneren Packmitteln, wie beispielsweise KLT, verpackt und werden durch eigene Label (Single Label) gekennzeichnet.
  • Masterlabel einer gemischten Ladeeinheit (Mixed Label):
    Der Inhalt dieser Ladeeinheit besteht aus Teilen mit unterschiedlichen Sachnummern. Diese sind in inneren Packmitteln verpackt und werden durch eigene Label (Single Label) gekennzeichnet.
  • Single Label bei einer vereinfachten Ladeeinheit:
    Diese Ladeeinheit beinhaltet Teile mit denselben Sachnummern. Diese werden nicht in weiteren inneren Verpackungen verpackt.

Label an Kleinladungsträgern (KLT):

  • Sofern die Größe der Kartenhalterung die Anbringung ohne Faltung erlaubt, kann in Verbindung mit dem VDA-Kleinladungsträgersystem (VDA 4500) das DIN A5 Label auch am KLT eingesetzt werden.
  • Trifft dies nicht zu, so ist das KLT-Label mit den Maßen 210 mm x 74 mm anzuwenden. Allerdings ist der Einsatz von klebenden bzw. aufgeklebten Etiketten nicht erlaubt und alte Label sollten vor dem Versand der leeren Behälter unbedingt entfernt werden.
  • Sollten die klassischen KLT-Label nicht genutzt werden können, da es sich um Einweg- oder wiederverwendbare Behälter handelt und diese anhand ihrer Bauhöhe eine Verwendung nicht zulassen, so kann ein Label der Größe 210 x 42 mm (KLT2) eingesetzt werden.

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